Ein Finanzmakler ist ein gewerbsmäßiger Vermittler von Darlehen und Finanzanlagen. Ein Finanzmakler ist aber kein Finanzintermediär, da er ein Kommisionsgeschäft betreibt und keine Risiken im Normalfall übernimmt. Er erleichtert also eine Transaktion und wird dafür entlohnt.
Finanzintermediäre
Die Haupttätigkeit von Finanzintermediären besteht in einem Ausgleich zwischen anlagesuchendem Kapital und den Bedarf an Kapital. Normalerweise treten Finanzintermediäre als eigenständige Vertragspartner zu den jeweils Kapitalsuchenden und Kapitalbesitzern auf, d.h. sie vermitteln nicht zwischen diesen Parteien, sondern handeln auf eigenes Risiko und Rechnung. Das bedeutet, dass sie sich gegenüber den Geldgebern eine Rendite versprechen und gegenüber den Geldempfängern als Risikogeber und Eigentümer auftreten. Das bei Kreditverhältnissen bestehende Rechtsverhältnis wird durch den Finanzintermediär durch zwei Vertragsbeziehungen ersetzt. Neben der Liquiditätstransformation übernehmen Finanzintermediäre auch die Übernahme von Anlagerisiken und von Vermittlungs und Beratungsaufgaben. In der Praxis wird der Ausgleich zwischen Anlage und Finanzbedarf durch ein komplexes System […]
Finanzinnovationen
Finanzinnovationen können neuartige Finanzprodukte sein, die auf den herkömmlichen Handelsplätzen gehandelt werden können, wie neuartige Swaps oder CDS. Meist sind diese Arten der Finanzinnovationen aber eher eine Verpackung bekannter Risiken und eine Vereinfachung des Handels. Auf investresearch.net werden Sie auch Einschätzungen zu neuen Finanzinnovationen finden. Echte Finanzinnovationen sind beispielsweise Plattformen wie Kickstarter, kiva.org, Wikifolio oder Seetmatch, die die Möglichkeiten des Internet nutzen und sich suchende Parteien zusammenbringen.
Finanzierungsschätze
Finanzierungsschätze sind eine Sonderform der Bundesschatzanweisungen, die nicht börsennotiert sind und eine Laufzeit von 1-2 Jahren hatten. Finanzierungsschätze wurden mit Wirkung zum 1.3.2013 eingestellt. Eine vorzeitige Rückgabe war nicht möglich und die Zinszahlung erfolgte zum Laufzeitende.
Finanzierungsregeln
Finanzierungsregeln versuchen die Frage zu beantworten in welcher Weise die Aktiv und Passiv Seite einer Bilanz aufgebaut und strukturiert werden soll, um einen Liquiditätsengpass zu verhindern. Zu den Finanzierungsregeln gehört auch eine Definition des Verschuldungsgrades, wo aber die Meinungen je nach Industrie sehr weit auseinander gehen. Als Faustregel kann man sagen, dass die current ratio und die acid test ratio jeweils größer als 1 sein sollten. Die goldene Finanzierungsregel Die goldene Finanzierungsregeln besagt, dass sich die Überlassungsdauer der Finanzierungsmittel und deren Bindungsdauer entsprechen müssen, was vor allem Banken versuchen um wenig exposure zu Zinsratenänderungen zu haben.
Finanzierungslücke
Eine Finanzierungslücke klafft, wenn der Finanzbedarf größer ist, als die zur Verfügung stehenden Finanzmittel.
Finanzierungsgesellschaften
Finanzierungsgesellschaften sind Kapitalgesellschaften inländischer Unternehmen im Ausland. Finanzierungsgesellschaften stellen der Muttergesellschaft unter Wahrnehmung steuerrechtlicher und devisenrechtlicher Vorteile Kapital zur Verfügung, indem sie es an ausländisches Finanzmärkten aufnehmen.
Finanzierung
Finanzierung ist das Beschaffen von Finanzmitteln normalerweise in der Form von Geld. Die Finanzierung kann mittels Eigenfinanzierung (Eigenkapital) oder durch Aufnahme von Krediten (Fremdkapital) erfolgen. Aus der Erlösen der Finanzierung erfolgt dann meist eine Investition in Sachgüter oder Personal.
Finanzanlagen (financial assets)
Finanzanlagen sind ein Teil des Anlagevermögens in der Bilanz und Wertpapiere die sich dauerhaft im Unternehmensbesitz befinden. Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Über 25%) und Wertpapiere und sonstige Ausleihungen.Wenn eine Firma ihre Gewinne nicht ausschüttet und reinvestiert erhöht sich das Anlagevermögen durch Investitionen in Finanzanlagen. Klassifizierung von Finanzanlagen Die Bewertung der Finanzanlagen ist von der Klassifizierung nach IAS 39 abhängig: Klassifizierung Bewertung At fair value through profit or loss Ergebniswirksam zum Zeitwert Held to maturity Fortgeführte Anschaffungskosten Loans and Receivables Fortgeführte Anschaffungskosten Available for Sale Ergebnisneutrale Bewertung Bei der Klassifizierung von „At fair value through profit or […]
FTSE 100 Index
Der FTSE 100 Index (Footsie Index) ist der Aktienindex der 100 größten Werte in Großbritannien. Die Zusammensetzung des FTSE 100 Index wird quartalsweise aufgrund der Marktkapitalisierung angepasst. Der iNdex wird minütlich berechnet und dient als underlying für viele Optionen und Futures. Es gibt auch noch einen FT All Share Indes sowie einen FTSE 350 Index. Im FTSE 100 Index sind Stand 2014 folgende Werte enthalten: Aberdeen Asset Management Admiral Group Aggreko AMEC Anglo American Antofagasta ARM Holdings Ashtead Group Associated British Foods AstraZeneca Aviva Babcock International BAE Systems Barclays BG Group BHP Billiton BP British American Tobacco British Land Company British Sky Broadcasting […]
Financial Service Authority (FSA)
Financial Service Authority (FSA) ist die britische Aufsichtsbehörde für den Wertpapiersektor. Die FSA existiert seit 1997 und ist unabhängig vom Finanzministerium.
financial community
financial community ist die umgangsprachliche Bezeichnung für die Gesamtheit der Finanzindustrie eine Landes, also Banken, Analysefirmen und Finanzdienstleister.
fill or kill
fill or kill ist eine Wertpapierorder die sofort ausgeführt werden soll, andernfalls bei Nichtausführung storniert wird.
fiktiver Kurs
fiktiver Kurs ist ein Taxkurs oder geschätzter Kurs, wenn keine echten Umsätze vorliegen.
fifo
Fifo ist ein Begriff aus der Buchhaltung und bedeutet first in first out und hat Bedeutung bei der Ermittlung des Gewinns beim Verkauf von Waren. Fifo hat auch für die Kapitalertragsteuer Bedeutung, weil, wenn man Wertpapiere in mehreren Tranchen gekauft hat (Beispielsweise Kauf bei 20, 30 ,40 und 60 Euro und Verkauf bei 50 Euro) es verschiedene mögliche kalkulierbare Gewinne gibt. Mit fifo berechnet man dann diesen Gewinn auf dem ersten Kaufpreis des Wertpapieres (50-20 =30 Euro). Bei lifo hingegen würde man einen Verlust von 10 Euro machen da 50-60 Euro kein Gewinn stattgefunden hat.
Fibonacci Zahlenreihe
Die Fibonacci Zahlenreihe bildet jeweils die nächste Zahl aus der Summe der beiden vorherigen Zahlen, d.h.: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55 Manche Charttechniker glauben, dass man mit Fibonacci Kurse vorhersagen kann, da die Quotienten zwei aufeinender folgenden Zahlen sich 0,618 annähern und die jeweils übernächste Zahl sich im Verhältnis 0,382 beträgt. 0,618 zu 0,382 ist auch das Verhältnis des Goldenen Schnitts. Die Elliot Wellen Theorie versucht mit diesen beiden Quotienten die Steigerung der nächsten Welle zu schätzen.
Festverzinsliche Wertpapiere
Festverzinsliche Wertpapiere sind Anleihen aus denen man einen man im voraus festgelegte Zinszahlungen in Form von Geld erhält.
Festpreisverfahren
Festpreisverfahren ist ein Platzierungsverfahren, bei dem der Verkaufspreis für ein Wertpapier zu Beginn der Verkaufsfrist festgelegt wird.
Festlaufzeit
Festlaufzeit auch Kreditzinsbindungszeit ist der Zeitraum in dem die Änderung der Konditionen oder eine Kündigung eines Kredites ausgeschlossen ist.
Festjahre
Festjahre ist die Laufzeit einer Anleihe während sie unkündbar ist. Die Festjahre werden vom Emissionszeitpunkt an berechnet.
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