Die Anlageintensität gibt den Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme wieder. Anlageintensität = Anlagevermögen / Bilanzsumme Eine hohe Anlageintensität bedeutet, dass das Unternehmen nicht schnell auf einen neuen Markttrend reagieren kann, da das Eigenkapital in Maschinen und Anlagen gebunden ist.
Umlaufintensität
Die Umlaufintensität gibt den Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme wieder. Eine Hohe Umlaufintensität ist ein Anzeichen für eine hohe Flexibilität der Firma. Umlaufintensität = Umlaufvermögen / Bilanzsumme Eine hohe Umlaufintensität findet man in Branchen der Beratung und Zeitarbeit. Eine niedrige Umlaufintensität und damit eine hohe Anlageintensität gibt es bei Industrieunternehmen.
Wachstumsquote
Die Wachstumsquote ist eine dynamische Kennzahl der finanziellen Stabilität und berechnet sich wie folgt: Wachstumsquote = Investitionen / Abschreibungen Wenn die Wachstumsquote größer als 100% ist befindet sich das Unternehmen in einer Wachstumsphase und investiert. Bei einem Wert unter 100% lebt das Unternehmen von der Substanz oder befindet sich in einem Abschwungsphase, die keine neuen Investitionen nötig macht. Auch kann ein Strategieschwenk hin zu einem Onlinevertriebskanal ein Grund für eine hohe Wachstumsquote beispielsweise sein. Mit folgendem Rechner können Sie die Wachstumsquote eines Unternehmens einfach berechnen:
Abnutzungsgrad
Geringe Sachinvestitionen sind normalerweise ein Wettbewerbersvorteil, jedoch können diese auch gering ausfallen aufgrund von Vernachlässigungen von Neuinvestitionen. Dies kann man mit dem Abnutzungsgrad erkennen. Abnutzungsgrad = Kumulierte Abschreibungen auf Sachanlagen / Sachanlagen zu historischen Anschaffungskosten Diese Kennzahl der finanziellen Stabilität gibt also an, welchen Anteil des Anlagevermögens bereits abgeschrieben ist. Ein hoeher Wert von über 80% gibt an, dass bald neue Investitionen nötig sind um alte Anlagen zu ersetzten.
Sachinvestitionsquote
Die Sachinvestitionsquote gibt wieder, wie hoch in Sachanlagen investiert werden muss, um den Cashflow zu erhalten. Mit der Sachinvestitionsquote kann man beispielsweise erkennen, wenn man für einen Gewinn von 2 Mio Euro jedes Jahr 3 Mio investieren muss, dass dies es nicht ermöglichen würde Gewinne zu erzielen. Sachinvestitionsquote = Sachinvestitionen / operativer Cashflow Eine Sachinvestitionsquote von über 100% ruiniert jedes Unternehmen langfristig, wodurch sich auch erklärt warum Branchen wie Luftfahrt oder Stahlerzeugung relativ niedrige Kapitalrenditen abwerfen. Für langfristig orientierte Investoren sind Aktien interessanter, die eine geringe Sachinvestitionsquote aufweisen. Die Sachinvestitionsquote muss auch immer im Branchenvergleich betrachtet werden, da man nur so auch Unterinvestitionen erkennt.
Dynamischer Verschuldungsgrad
Der Dynamische Verschuldungsgrad gibt an wie lange eine Firma braucht, wenn sie ihren kompletten Free Cashflow zur Tilgung nutzen würde. Dies hat den Vorteil gegenüber dem Gearing, dass auch die Einkommensseite berücksichtigt wird, denn ein Unternehmen mit hoher Ertragskraft kann auch mehr Schulden aufnehmen, als ein fast defizitäres Unternehmen. Dynamischer Verschuldungsgrad = (Finanzverbindlichkeiten – Liquide Mittel) / Free-Cashflow Ein Dynamischer Verschuldungsgrad von unter 2 Jahren gilt als sehr gut und ab 5 Jahren kann man ihn als kritisch einschätzten. Ein Unternehmen mit einem Jährlichen Free-Cashlflow von 10 Mio Euro und Finanzverbindlichkeiten von 20 Mio Euro, sowie liquiden Mitteln von 5 Mio Euro, […]
Gearing
Zur Beurteilung der finanziellen Stabilität eines Unternehmens stellt das Gearing die wichtigste Kennzahl dar und gibt an, zu welchen Grad die Nettofinanzverbindlichkeiten durch Eigenkapital gedeckt sind. Durch die Verbindung von Finanzverbindlichkeiten, Cash und Eigenkapital werden alle wichtigen Bestandteile der finanziellen Stabilität in einer Kennzahl erfasst. Gearing = (Finanzverbindlichkeiten – liquide Mittel) / Eigenkapital Im Gegensatz zur Eigenkapitalquote betrachtet das Gearing nur die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten, wodurch hohe Bestände aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung positiv gewertet werden, da dies zinslose Kredite sind. Wenn das Gearing negativ ist, ist das Unternehmen schuldenfrei. Ideal ist ein Gearing von 10-30%, und ab einem Gearing von […]
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote ist eine Kennzahl zur finanziellen Stabilität eines Unternehmens und gibt den Anteil des Eigenkapitals am Unternehmen wieder. Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme Eine hohe Eigenkapitalquote kennzeichnet konservativ finanzierte Firmen, was vor allem in zyklischen Industrien wichtig ist, da die in einem Abschwung vom Eigenkapital zehren kann und weniger unter Druck gerät. Unternehmen mit sehr stabilen Cashflows wie bei fast moving consumer goods, ist eine zu hohe Eigenkapitalquote negativ, da das Kapital dann nicht arbeitet und eher ausgeschüttet werden sollte. Außerdem ist Fremdkapital günstiger als Eigenkapital, da man dadurch steuerliche Abzugsmöglichkeiten erhält. Mit Eigenkapital ist es wie mit Gift, dosis venenum facit. Dabei […]
Umsatzverdienstrate
Die Umsatzverdienstrate zeigt an wie viel Euro Cashflow pro Euro Umsatz erzielt werden. Die Umsatzverdienstrate ist ähnlich wie die Umsatzrendite, bezieht sich aber auf den Cashflow und ist daher genauer, aber auch schwankungsanfälliger. Umsatzverdienstrate = operativer Cashflow / Umsatzerlöse Umsatzverdienstrate berechnen:
Return on Capital Employed (ROCE)
Der Return on Capital Employed (ROCE) gibt an, wie rentabel das gebundene Kapital eines Unternehmens eingesetzt wird. Das Capital Employed ermittelt man durch die Summe von Anlagevermögen und Working Capital, abzüglich der Zahlungsmittel (Cash). Das Capital Employed ist das Kapital, das netto investiert werden müsste um das Unternehmen nachzubilden. Der Return on Capital Employed (ROCE) wird dann so berechnet: ROCE = EBIT / Capital Employed Wenn ein Unternehmen ein Anlagevermögen von 100 Mio Euro hat, und dazu ein Umlaufvermögen von 20 Mio Euro, wovon 5 Mio Cash sind, dann berechnet sich bei einem Jahresgewinn von 5 Mio Euro der ROCE wie folgt: 5 […]
EBITDA Marge
Die EBITDA Marge ist eine weit verbreitete Rentabilitätskennzahl und wird so berechnet: EBITDA Marge = EBITDA / Umsatzerlöse Eine hohe EBITDA Marge hat meist die gleichen Gründe wie eine hohe EBIT Marge, jedoch kann man bei der EBITDA Marge Effekte aus Abschriebungen und Goodwillberichtigungen ausklammern, was die EBITDA Marge besser zum Vergleichen eignen kann.
EBIT Marge
Die EBIT Marge ist eine weit verbreitete Rentabilitätskennzahl und wird so berechnet. EBIT Marge = EBIT / Umsatzerlöse Eine hohe EBIT Marge hat meist die gleichen Gründe wie eine hohe Umsatzrendite, jedoch kann man bei der EBIT Marge Effekte aus Steuer und Steuersitz besser ausklammern, was die EBIT Marge besser zum Vergleichen eignet.
Eigenkapitalrendite (ROE)
Die Eigenkapitalrendite (ROE) gibt die Verzinsung des von den Eigenkapitalgebern eingebrachten Kapitals wieder. Eigenkapitalrendite = Jahresüberschuss / Eigenkapital Eine niedrige Eigenkapitalrendite lässt auf einen ineffizienten Einsatz des verfügbaren Kapitals schließen oder auch eine Überbewertung der Vermögensgegenstände. Die Eigenkapitalrendite ist einezentrale Rentabilitätskennzahl aufgrund der Verbindung von Gewinn und Eigenkapital. Ein Unternehmen sollte aufgrund des höheren Risikos immer eine Eigenkapitalrendite von deutlich über dem risikolosen Zinssatz haben, also ca aufwärts von 15%. Die Eigenkapitalrendite kann aber auch künstlich verbessert werden, indem man Aktienrückkäufe betreibt und Fremdkapital aufnimmt.
Verbindlichkeitenspiegel (Fälligkeitsstruktur)
Der Verbindlichkeitenspiegel (Fälligkeitsstruktur) ist ein Teil im Anhang des Jahresberichts einer AG, der die vorhanden Verbindlichkeiten nach Fälligkeiten gestaffelt auflistet. Hier werden meist nicht nur die erwartbaren Mittelablüsse aus Finanzierungstätigkeiten erfasst, sondern auch erwartete Zahlungen auf Lieferantenkredite.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist der Cashflow der dem Unternehmen aus Kapitalerhöhungen, Kreditaufnahmen und Anleihenemissioen zufließt oder durch Dividenden und Tilgungen abfließt.
operativer Cashflow
Der operativer Cashflow ist positiv und Teine Teilposition des cashflows und wird durch die Bereinigung des Jahresüberschusses um nicht zahlungswirksame GuV Positionen sowie durch Veränderungen des Nettoumlaufvermögens berechnet. Der operativer Cashflow oder Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird so berechnet: Jahresüberschuss +/- Abschreibungen/Zuschreibungen +/- Zunahme/Abnahme Rückstellungen +/- Abnahme/Zunahme Vorräte +/- Abnahme/Zuname Forderungen +/- Zunahme/Abnahme Lieferantenkredite
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist meist negativ, wenn die Firma nicht deinvestiert und beinhaltet den ausgehenden Cash-Flow aus Investitionen. Dabei werden Investitionen mit einem negativen Vorzeichen und Desinvestitionen mit einem positiven Vorzeichen vermerkt. Dabei bilden die Investitionen in Sachanlagen den normal größten Posten hier.
Acquisition Definition
Definition Acquisition: Eine Acquisition ist eine Kapitalmaßnahme, in der ein Unternehmen ein anderes kauft, um die Kontrolle über das Zielunternehmens übernehmen. Akquisitionen werden oft als Teil der Wachstumsstrategie des Unternehmens gesehen, wobei es günstiger sein über eine bestehendes Unternehmen zu wachen als ein eigenes in diesem Bereich aufzubauen. Akquisitionen können entweder freundlich oder feindlich sein.
Average Annual Growth Rate (AAGR)
Die Average Annual Growth Rate (AAGR) wird durch das arithmetische Mittel der Wachstumsrate eines Portfolios oder einer Firma über zwei Geschäftsjahre berechnet. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate kann für jede Investition berechnet werden, integriert jedoch nicht das Risiko und die Volatilität des Investments. Beispiel: Wenn ein Portfolio 10% ein Jahr und 20% das nächste wächst, würde die AAGR 15% betragen.
Book Value
Der Book Value ist die angelsächsische Bezeichnung für den Buchwert. Der Book Value entspricht also dem buchalterischen Eigenkapital einer Firma. Wenn eine AG deutlich unterhalb des Book Value notiert ist das für einen Value Investor ein starkes Kaufsignal.
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