Die Einlagensicherung ist ein staatliches und auch freiwilliges System zum Schutz der Einlagen von Bankkunden (Bis 100.000 Euro), um bank runs zu verhindern. Es gibt dabei sowohl eine staatliche Garantie auf die Einlagen, als auch Einlagungssicherungsfonds innerhalb des Bankgewerbes, wie Garantiefonds der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Das System der Einlagensicherung setzt sich dabei aus vier Maßnahmen zusammen: Freiwillige Einlagensicherung durch Einlagensicherungsfonds der Banken Eigenkapitalvorschriften für die Banken (BIZ Eigenkapitalvorschriften) gegenseitige Haftung innerhalb eines Bankkonzerns (Mutterkonzern haftet für Töchter) gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz) Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz schützt seit 2010 alle Beträge bis 100.000 Euro auf Einlagen und 90% der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften. […]
Einlagesatz
Der Einlagesatz ist der niedrigste der drei Referenzzinssätze der EZB und wird für die Inanspruchnahme der Einlagefazilität durch europäische Geschäftsbanken von der EZB gezahlt.
Einlagefazilität
Die Einlagefazilität ist ein Instrument der Geldpolitik, das Liquidität entzieht. Banken können Guthaben bis zum nächsten Geschäftstag (Übernachtanlage), bei der EZB zu einem vorher festgelegten Zinssatz (Einlagesatz)hinterlegen. Dadurch erfolgt eine Umbuchung von Bankenliquidität zu Einlagefazilität bei den Zentralbanken. Mit dieser Möglichkeit kann die EZB die Liquidität im Markt und auch den Leitzins steuern. Mit der Einlagefazilität haben Banken die Möglichkeit unbergrenz Liquidität kurzfristig bei den Zentralbanken zu parken. Der dafür erhaltene Einlagesatz ist der niedrigste der drei Zinssätze der EZB.
Einlage
Die Einlage kann folgende Bedeutung haben Steuerliche Einlage Alle Wirtschaftsgüter, die einem Betrieb zugeführt werden Einlage bei Unternehmen Einlagen sind Geld und Sachleistungen, die von den Gesellschaftern eingebracht werden um sich daran zu beteiligen. Einlage im Bankwesen Einlagen sind Gelder, die von einer Bank verwaltet werden, wie auf einem Girokonto (Sichteinlagen) oder Sparbuch (Spareinlagen). Man kann diese nach Fristigkeit unterscheiden
Einkünfte
Einkünfte sind alle Zuflüsse einer natürlichen Person die unter folgende sieben Punkte fallen. Für diese Einkünfte muss Einkommenssteuer gezahlt werden. Einkünfte aus Unternehmen Einkünfte aus Land und Forstwirtschaft Einkünfte aus Gewerbebetrieb Einkünfte aus selbstständiger Arbeit Einkünfte außerhalb von Unternehmen Einkünfte aus Kapitalvermögen (Neu Kapitalertragssteuer) Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit (Lohnsteuer) Sonstige Einkünfte (s. §§ 22 und 23 EStG)
Einkommenssteuer
Die Einkommenssteuer ist die Steuer auf das Einkommen von natürlichen Personen, sprich Privatpersonen. Bei Angestellten entspricht die Lohnsteuer der Einkommenssteuer. Die Einkommenssteuer hat als Steuerbemessungsgrundlage alle Einkünfte (Es gibt sieben Arten, was nicht darunter fällt, muss auch nicht versteuert werden) innerhalb eines Jahres einer Privatperson, abzüglich von Steuerfreibeträgen und steuerabzugfähigen Ausgaben. In Deutschland beträgt der Spitzensteuersatz dabei 45%, wobei dies erst ab 250.000 Euro wirkt, davor muss man marginal 42% zahlen. Mit einem Steuerberater oder etwas Kenntnis in der Materie kann man viele Steuern sparen. Seine Einkommenssteuer kann man auch mit folgendem Rechner berechnen. Einkommensteuer – Rechner
Einheitsmarkt
Einheitsmarkt ist der Börsenhandel mit Wertpapieren, für die nur ein Kassakurs (Einheitskurs) festgestellt wird und keine variable Notierung besteht.
Einheitsgründung
Die Einheitsgründung (auch Simultangründung) ist die in Deutschland zulässige Gründungsform einer AG, bei der alle Aktien von den Gründern simultan übernommen werden. Dies steht im Gegensatz zur Stufengründung
Eingliederung
Eingliederung ist die Integration einer AG in eine andere börsennotierte Firma. Der Vorstand der aufkaufenden Firma ist weisungsbefugt gegenüber der anderen Gesellschaft. Die Eingliederung erfolgt nach der Entscheidung der Hauptversammlung der einzugliedernden Gesellschaft. Wenn der Käufer mehr als 95% der Stimmen in Aktien hält kann er die anderen Aktionäre mittels eines squeeze-out´s und einer fairen Barabfindung rauskaufen.
Einführungsprospekt
Das Einführungsprospekt ist der Bericht, der vor der Einführung eines Assets an einer Börse veröffentlicht wird und für dessen Angaben die Prospekthaftung besteht, da im Einführungsprospekt wesentlcihe Angaben für die Investmententscheidung enthalten sind.
einfache Stimmenmehrheit
Die einfache Stimmenmehrheit entspricht mehr als 50% der Stimmrechte auf der Hauptversammlung einer AG.
Eigenkapitalkosten
Eigenkapitalkosten ist die Mindestrendite die eine AG erzielen sollte um Wert für die Eigentümer zu erzielen. Bei den Eigenkapitalkosten handelt es sich nicht um Kosten im speziellen Sinn, sondern um Opportunitätskosten. Die Eigenkapitalkosten sollten höher als der risikolose Zinssatz sein, da Aktien ein höheres Risiko aufweisen. Eigenkapitalkosten sind teurer als Fremdkapitalkosten und indem man die Eigenkapitalkosten mit den Fremdkapitalkosten gewichtet, erhält man den WACC.
Eigenkapital
Eigenkapital ist die Differenz zwischen Vermögensgegenständen und Schulden einer Firma. Eigenkapital wird durch Einlagen von Gesellschaftern (Eigenfinanzierung) oder durch Erzielung von Gewinnen und deren Einbehaltung gebildet. Das Eigenkapital findet man auf der Passivseite einer Bilanz und gibt an zu welchen Anteil die Vermögengegenstände der Firma auch den Eigentümern wirklich gehören und nicht den Gläubigern. Folgene Punkte in der Bilanz werden zum Eigenkapital gezählt: I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklagen III. Gewinnrücklagen 1.Gesetzliche Rücklagen 2. Rücklagen für eigene Anteile 3. Andere Gewinnrücklagen IV. Gewinnvortrag oder Verlustvortrag V. Jahresüberschuss oder Fehlbetrag Das gesamte Eigenkapital wird aus der obigen Summe gebildet, wozu man noch […]
Eigengeschäfte
Eigengeschäfte sind Transaktionen einer Bank im Eigenhandel. Bei Eigengeschäften tritt die Bank nicht auf fremde Rechnung auf, sondern handelt für ihr eigenes Buch. Banken treten auch bei Kundenaufträgen bei amtlich nicht notierten Werten als Eigenhändler auf, während sie bei der amtlichen Notiz als Kommissionäre auftreten.
Eigenfinanzierung
Eigenfinanzierung ist die Zuführung von frischen Eigenkapital durch die Erhöhung der Einlagen bei Kapitalgesellschaften. Die Gesellschafter geben also neues Kapital in die Firma und finanzieren das Unternehmen dadurch selbst. Der Vorteil sind geringe Transaktionskosten und keine Abgabe von Kontrolle.
Eigenemission
Eigenemission ist die Bezeichnung für eine Emission die direkt vom Emittenten ohne Einschaltung einer Investmentbank begangen wird. Da eine Eigenemission großes know-how und auch Finanzmarkenkraft benötig, können dies meist nur Banken bewältigen. Eine Ausnahme wäre beispielsweise die Anleihe der Sanochemia. Anleihen von Nichtfinanzinstituten wurden jedoch nicht von Banken als Qualitätsfilter begleitet, was zu niedrigeren Kosten aber auch zu einem höheren Risiko führt.
eigene Effekten
eigene Effekten sind Wertpapiere, die sich im Eigenbesitz einer Bank befinden, also für den Eigenhandel benutzt werden. Sie stehen im Gegensatz zu Effekten, die für Kunden in einem Depot verwahrt werden.
eigene Aktien
eigene Aktien sind Aktien einer AG, die der Firma selbst gehören (Treasury stock).
Ehrengericht
Das Ehrengericht ist ein Börsenorgan, das Börsenbesucher zur Verantwortung zieht, die gegen den Ehrenkodex des Kaufmanns verstoßen. Dazu können beispielsweise Insider Geschäfte oder front running gehören.
Effektivverzinsung
Die Effektivverzinsung gibt die tatsächlich Rendite nach Abzug von Bearbeitungskosten an. Bei einem Ratenkredit werden oft noch Bearbeitungsgebühren fällig, die dann in der Effektivverzinsung angegeben werden müssen.Die Effektivzinsen ist also das was Sie wirklich zahlen müssen oder bekommen. Bei einer Anleihe gibt es beispielsweise eine Nominalverzinsung, die real aber abweichen kann, wenn man die Anleihe unterhalb des Nominalwertes kauft.
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