Ein Hedge Fund Manager ist für die Investitionen eines Hedge Funds verantwortlich. Ein Hedge Fund Manager betreibt Investment Research für seinen Markt und geht dann entsprechende Positionen, gehedged oder nicht gehedged ein. Hedge Fund Manager handeln in allen Assetklassen und können sowohl long, als auch short sein. Zu den berühmtesten Hedge Fund Managern gehören John Paulson, David Einhorn, Ran Dalio, George Soros und Stanley Druckenmiller.
hedge
Ein hedge ist eine Einrschränkung, d.h. offene Positionen werden durch Gegengeschäfte abgesichert. Eine Firma kann beispielsweise ihre Währungsrisiko hedgen, d.h. absichern indem es entsprechende Optionen oder Swaps kauft.
Hausse
Die Hausse ist ein nachhaltiger Aufschwung an der Börse der sich über mehrere Jahre hinziehen kann. Die Hausse ist oft nicht nur auf Aktienmärkte beschränkt, sondern kann auch auf andere Bereiche überschwappen.
Hausbank
Eine Hausbank ist die Bank, über die ein Unternehmen den wesentlichen Teil seiner Angelegenheiten abwickelt. Die Hausbank finanziert die Firma zum großen Teil mit Fremdkapital, vor allem im Mittelstand.
Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist die jährliche Versammlung der Aktionäre und das zentrale Kontrollorgan einer Aktiengesellschaft. Die Hauptversammlung wählt den Aufsichtsrat, der selbst wieder den Vorstand beruft und auch abberufen kann. Die HV ist auch für die Gewinnverwendung und die Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates zuständig. Auch Kapitalerhöhungen und Satzungsänderungen müssen von der Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden. Die Stimmen auf der Hauptversammlung entsprechen dabei dem jeweils vertretenen Grundkapital und kann auch durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden (s. Depotstimmrecht).
Hauptrefinanzierungssatz
Hauptrefinanzierungsgeschäfte, auch Haupttender genannt sind im wöchentlichen Rhythmus von der nationalen Zentralbank revolvierend und dezentral angebotene Offenmarktgeschäfte mit einer Laufzeit von zwei Wochen. Das bedeutet, dass Banken zeitlich begrenzt notenbankfähige Wertpapiere in Zentralbankgeld umtauschen. Durch die kurzfristige Laufzeit kann die EZB jederzeit Einfluß auf den Geldmarkt nehmen. Mit den Hauptrefinanzierungssatz soll der überwiegende Teil des Refinanzierungsbedarfs der Kreditinstitute gedeckt werden, sowie Signale für die Geldpolitik gegeben werden. Da die Geschäftsbanken den Hauptrefinanzierungssatz durch Zinsen auf Wertpapiere und Kredite finanzieren, steigen normalerweise nach einer Erhöhung des Hauptrefinanzierungssatzes auch die Zinssätze der Geschäftsbanken. Die kurzfristige Kreditvergabe erfolgt dabei über den Spitzenrefinanzierungssatz.
harte Währung
Eine harte Währung ist eine frei konvertierbare Währung, die gegenüber den meisten anderen Währungen die Tendenz zum Aufwerten hat, insbesonders in Krisenzeiten. Der Schweizer Franken, die Norwegische Krone und früher die Deutsche Mark waren typische harte Währungen.
Harmonisierter Verbraucherindex (HVPI)
Der Harmonisierter Verbraucherindex (HVPI) wird von EUROSTAT berechnet und misst die Preisveränderungen in der EU. Es ist dadurch ein Inputfaktor für die EZB für deren Geldpolitik. Der Harmonisierter Verbraucherindex (HVPI) wird dabei auf Verbraucherebene gemessen und nicht auf Erzeugerebene.
Hängeposition
Eine Hängeposition sind Wertpapiere, die bei einer Arbitrage aufgrund von execution slippage nicht sofort glattgestellt werden und daher beim Arbitrageur auf sein Risiko „hängenbleiben“.
Hang Seng
Der Hang Seng ist der Aktienindex der größten Werte der Börse Hongkong. Lange Zeit war ein Börsengang in Hongkong die einzige Möglichkeit für chinesische Firmen ausländisches Kapital anzuziehen. Inzwischen ist der chinesische Aktienmarkt zwischen Hongkongaktien und Mainlandaktien, die meistens als ADR´s gehandelt werden aufgeteilt. Der Hang Seng wird aus folgenden 50 Werten gebildet: AIA Bank of China Bank of E Asia Bankcomm Belle Int’l BOC Hong Kong Cathay Pac Air CCB Cheung Kong China Coal China Life China Mer Hldgs China Mobile China Overseas China Res Land China Res Power China Resources China Shenhua China Unicom CITIC Pacific CLP Hldgs CNOOC […]
Handelsregister
Das Handelsregister wird vom Amtsgericht geführt und ist ein Verzeichnis von eingetragenen Firmen und Vollkaufleuten. Die Einsichtsnahme in das Handelsregister ist für jeden kostenlos möglich und besteht aus zwei Abteilungen. Einerseits einem Handelsregister für Einzelkaufleute, Personengesellschaften und andererseits ein Handelsregister für Kapitalgesellschaften. Im Handelsregister sind Angaben über den Firmennamen, Rechtsform, Anschrift, Vertretungsberechtigter. Bei Kapitalgesellschaften findet man auch Jahresabschlüsse und Kapitalveränderungen im Handelsregister. Mit der Eintragung in das Handelsregister erhält eine Kapitalgesellschaft eine eigene Rechtspersönlichkeit.
Handelsmakler
Ein Handelsmakler ist ein Kaufmann und selbstständiger Gewerbetreibender. Der Handelsmakler ist zur Vermittlung von Verträgen, Wertpapieren, Versicherungen berechtigt.
Handelsbilanz
Die Handelsbilanz ist die Differenz aus Exporten und Importen einer Volkswirtschaft und damit Teil der Zahlungsbilanz. Bei einem Exportüberschuss spricht man von einer positiven Handelsbilanz, was zu einer Zunahme der Devisenbestände und der Netto-Auslandsposition der Zentralbank zur Folge hat.
Handel per Erscheinen
Handel per Erscheinen ist der außerhalb der Börse stattfindende Handel mit neu herausgegebenen Wertpapieren, bevor diese geliefert werden können. Da der Zeitraum bis zur Markteinführung der Wertpapiere einige Wochen beträgt, ermöglicht das Handel per Erscheinen die Spekulation ohne großen Kapitaleinsatz, den man als Sicherheit hinterlegen muss. Vor allem in Boomzeiten an der Börse kann man mit Handel per Erscheinen bei geringen Risiko hohe Renditen erzielen, indem man die Aktie nach dem Börsenemissionstag mit Gewinn verkauft.
Handbestände
Aus den Handbeständen erfolgt durch die Kassenvereine die erforderliche Herausgabe von Wertpapieren.
Halbdeckung
Halbdeckung liegt vor, wenn der Stillhalter einer Kaufoption nur die Hälfte des underlying als Sicherheit hinterlegen muss.
Habenzinsen
Habenzinsen sind Zinsen die auf Guthaben und Sichteinlagen bei Banken fällig werden. Die erhaltenen Zinsen beim Tagesgeldkonto sind Habenzinsen.
Grundschuld
Die Grundschuld ist die Eintragung einer Hypothek im Grundbuch, wodurch eine doppelte Belastung einer Immobilie als Sicherheit vermieden werden kann. Derjenige zu dessen Gunsten die Grundschuld (meist die Bank) eingetragen ist hat ein Pfandrecht auf das Grundstück oder die Immobilie zur Begleichung des Kredites. Im Gegensatz zu einer Hypothek ist eine Grundschuld von einer bestehenden Forderung unabhängig, so dass eine Buchgrundschuld auch dem Eigentümer zustehen kann. Grundschulden sind zur Sicherung von Realkrediten abtretbar und auch verpfändbar.
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB)
Laut HGB (§264) ist ein Unternehmen zu den Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) verpflichtet. Normalerweise gelten die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aber nur dann, wenn ein Sachverhalt nicht ausreichend geregelt ist. Das Gesetz verwendet den GoB als unbestimmten Rechtsbegriff, wobei es Aufgabe von Wissenschaft und Praxis ist, die Lücke zu schließen. Zu den Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) gehören: Realisationsprinzip (Ausweisung von Erfolg erst nach Realisation) Imparitätsprinzip (Erwartete Verluste müssen erfasst werden, wenn auch noch nicht realisiert) Niederwertprinzip Aktivierungsverbote für nicht entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände (z.B. Marken)
Grundkapitalherabsetzung
Die Grundkapitalherabsetzung vermindert das Grundkapital einer AG, wozu es drei Möglichkeiten gibt: Ordentliche Kapitalherabsetzung durch Teilliquidation Kapitalherabsetzung durch Aufkauf ein Einziehung von eigenen Aktien Nominelle Kapitalherabsetzung im Rahmen einer Buchsanierung Eine Grundkapitalherabsetzung erhöht aber gleichzeitig den Gewinn pro Aktie, was sich positiv für den Aktionär auswirken kann.
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