Eine Namensaktie ist ein Namenspapier, das auf den Namen einer juristischen oder natürlichen Person lautet. Eine Namensaktie kann durch Indossament und Übergabe der Aktie übertragen werden. Die Umschreibung im Aktienbuch ist zwar nicht zur Übertragung, aber zur Ausübung der Rechte des Aktionärs notwendig. Bei Namensaktien kennt die Firma ihre Aktionäre und kann so besser mit ihnen kommunizieren. Allerdings kann bei Namensaktie auch die Übertragung erschwert werden, indem sie von der Zustimmung der anderen Gesellschafter abhängig gemacht werden kann. Wenn eine Namensaktie aber mit einem Blankoindossament versehen ist, gleicht sie bezüglich der Übertragbarkeit einem Inhaberpapier. Namensaktie sind mehr in der USA verbreitet.
naked warrants
Die naked warrants sind Optionsscheine, die ohne gleichzeitige Emission einer Optionsanleihe emittiert werden. Naked Warrants werden in der Regel von Banken oder anderen Finanzinstituten, die nicht auch Anleihen emittieren, und können an der Börse gehandelt werden.
Nachschuss
Ein Nachschuss ist eine Einzahlung nach einem Margin Call um zu verhindern, dass der Broker die gehaltenen Positionen auflöst.
Nachfrage
Die Nachfrage ist die Bereitschaft eines Käufers oder der Gesamtheit der Käufer zu einem bestimmten Preis eine bestimmte Gütermenge zu erwerben.Die Nachfrage wird dabei von der Kaufkraft, aber auch dem Marketing und dem Preis bestimmt und bildet mit dem verfügbaren Angebot einen Markt. Es gibt Güter die eine hohe Preissensitivität haben, d.h. bei steigenden Preisen sinkt die Nachfrage überproportional, so dass der Umsatz in dem Produkt insgesamt sinkt.Bei Gütern, auf die Menschen angewiesen sind wie Benzin herrscht eine geringere Preiselastizität, d.h die Umsätze steigen bei steigenden Preisen.
Nachbörse
Die Nachbörse ist auch außerhalb der Öffnungszeiten der Börse offen und man kann über Tradegate oder Lang und Schwarz auch zu außerbörslichen Zeiten mit der Nachbörse handeln, wenn auch meist mit schlechteren Spreads.
Nachbezugsrecht
Das Nachbezugsrecht ist das Recht auf Dividenden, die in vorherigen Jahren angefallen sind, aber nicht ausbezahlt wurden. Dieses Nachbezugsrecht kann in der Satzung für Vorzugsaktien vorgesehen sein.
Mutual Fund
Mutual Fund ist die amerikanische Bezeichnung für Investmentfonds. Die Mutual Fund Industrie in der USA ist riessig, da nicht nur der Markt größer ist, sondern die Angestellten auch gezwungen sind über Pensionspläne selber vorzusorgen, die auch in Mutual Funds investieren.
mündelsicher
Als mündelsicher sind Anlagen bezeichnet, die besonders sicher sein müssen, da in sie das Mündelgeld investiert werden kann, Als mündelsicher werden Bundesanleihen, Sparbücher und Hypotheken gesehen. Andere Anlagen müssen durch das Vormundschaftsgericht erlaubt werden.
Mündelgeld
Das Mündelgeld ist das Barvermögen, das zum Vermögen eines unter Vormundschaft stehenden Minderjährigen gehört. Das Mündelgeld ist vom Vormund mündelsicher anzulegen.
multiple Wechselkurse
Multiple Wechselkurse entstehen bei Zahlungsbilanzschwierigkeiten eines Staates, wodurch unterschiedliche Wechselkurse nach Güterarten entstehen können. Die multiplen Wechselkurse können fix, flexibel oder eine Mischung aus beiden sein.
Moratorium
Ein Moratorium ist ein Zahlungsaufschub für einen eigentlich kreditwürdigen Schuldner, der sich aber in einem Liquiditätsengpass befindet und nicht genügend liquide Mittel vorrätig hat um seine Zinsen zu bedienen.
Monopol
Ein Monopol ist eine Marktsituation, wo viele kleine Nachfrager einem großem Anbieter gegenüberstehen, der daher die Preise maßgeblich bestimmen kann. Monopole sind ökonomisch schädlich, da sie zu Fehlinvestitionen und Ineffizienzen führen. Deswegen werden sie durch Kartellämter zu verhindern versucht. Eine Ausnahme bilden Staatsfirmen, denen Monopole gewährt werden, wenn es Sinn macht, wie bei Strom oder Wassernetzen, da es unsinnig wäre die gleiche Infrastruktur zweimal aufzubauen.
Monatsgeld
Das Monatsgeld ist ein kurzfristiger Geldmarktkredit, das monatlich gekündigt werden kann, und auch Termingeld mit einer Laufzeit von einem Monat.
Momentum
Das Momentum ist eine Größe in der technischen Analyse und bezeichnet die Stärke eines Trendes. Es wird beispielsweise mit dem ADX gemessen. Ein steigendes Momentum besagt, dass ein Trend an Schwungkraft gewinnt, was ein positives Signal ist. Nach dem Carhartt four Factor Model performen Momentum Aktien kurzfristig besser als der Markt.
moderne Portfoliotheorie
Die moderne Portfoliotheorie geht auf Henry Markowitz zurück und quantifiziert wie man ideale Portfolios konstruiert. Ein zentrales Element davon ist das CAPM, das Renditen und Risiken in Zusammenhang stellt, denn je höher das beta einers Wertpapieres, desto höher die Rendite, aber auch die Schwankungsbreite.
mismatching
Als mismatching wird die nicht fristenkongruente Finanzierung bei Banken bezeichnet, d.h. Aktiva und Passiva haben unterschiedliche Laufzeiten und Fälligkeiten.
Mischfonds
Mischfonds sind Investmentfonds, die sowohl in Aktien als auch Anleihen investieren. Dabei können die Fondsmanager je nach Markteinschätzung den Anteil jeweils umschichten. Dadurch sind Mischfonds defensiver als reine Aktienfonds und können besser auf Krisen reagieren. Mischfonds eignen sich für den langfristigen Vermögensaufbau, da sie idealerweise eine professionelle Portfolioassetallokation betreiben. Eine Alternative sind ETF´s die in Aktien und Anleihen auf ein bestimmtes Rentenalter hin investieren. Wenn man also einen ETF mit Rente 2040 kauft wird dieser in den letzten Jahren vermehrt in Anleihen umschichten.
Mindestreservesatz
Der Mindestreservesatz ist die Höhe zu der Banken Mindestreserven bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Mit dieser Mindestreservepolitik kann aktiv und ohne Änderung des Leitzins die Kreditvergabe gesteuert werden. Außerdem dient es zur Sicherung der Banken. Der Mindestreservesatz wird von der EZB festgelegt und beträgt zwischen 1-3%. D.h. für reservepflichtige Wertpapiere muss 1-3% Liquidität bei der EZB geparkt werden.
Mindestreservepolitik
Mittels der Mindestreservepolitik kann die EZB die Höhe der Mindestreserven über den Mindestreservesatz bestimmen. Durch dessen Veränderung kann die EZB die Geldschöpfung und das Kreditangebot der Banken steuern. Eine Erhöhung der Mindestreserven führt zu einer strengeren Kreditvergabe der Banken und eine Senkung zu einer freien Kreditvergabe. Neben dem Referenzzinsatz und dem Offenmarktgeschäften ist die Mindestreservepolitik das wichtigste Instrument der Zentralbanken.
Mindestreserven
Die Mindestreserven sind Guthaben der Kreditinstitute, die diese für bestimmte Verbindlichkeiten in Höhe festgelegter Prozentsätze bei den nationalen Zentralbanken unterhalten müssen. Diese Mindestreservepolitik über den Mindestreservesatz ist ein Mittel der Geldpolitik und der Mindestreservepolitik der Zentralbanken. Diese Mindestreservenpflicht gilt für alle Kreditinstitute, die sich im Euroraum niedergelassen haben. Die Höhe der Mindestreserven errechnet sich aus der Höhe der reservepflichtigen Verbindlichkeiten mutiplizert mit dem Mindestreservesatz. Im Durchschnitt die Guthaben auf den Girokonten der Kreditinstitute bei den nationalen Zentralbanken dem Mindestreservesoll entsprechen. Verzinst werden die Mindestreserven zu Durchschnittssatz der Hauptrefinanzeirungsgeschäften. Die Überschussreserven bleiben jedoch unverzinst. Wenn eine Bank seine Mindestreserven nicht hält können Sanktionen verhängt werden.
- « Previous Page
- 1
- …
- 175
- 176
- 177
- 178
- 179
- …
- 237
- Next Page »