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investresearch.net

Der Investmentblog von Philipp Haas

Klarna-Aktie (KLAR): Vom BNPL-Pionier zur KI-gestützten Digitalbank – Analyse und Potenzial 2026

26. Februar 2026 von Philipp Haas

Viele Verbraucher kennen Klarna vor allem durch die zinslose Ratenzahlung beim Online-Shopping – „Buy Now, Pay Later“ (BNPL). Das schwedische Fintech, das besonders in der Zielgruppe junger Konsumentinnen und Konsumenten beliebt ist, hat sich von einem reinen Zahlungsdienstleister zu einem globalen Digitalbank-Anbieter entwickelt. Gegründet 2005 in Stockholm, löste Klarna ein echtes Problem: Online-Händler hatten Schwierigkeiten mit Rechnungskäufen, da Kunden Waren bestellten und nicht bezahlten. Klarna übernahm das Risiko komplett und ermöglichte Händlern sichere, einfache Zahlungen. Heute nutzen 118 Millionen aktive Kunden in 26 Ländern die Dienste bei fast einer Million Händlern.

Geschichte und Börsenweg – vom Hype zur Realität

Klarna zog in den Boomjahren riesige Investitionen an: Insgesamt rund 4,2 bis 4,5 Milliarden US-Dollar flossen von Größen wie SoftBank, Sequoia und anderen. 2021 erreichte die Bewertung im Privatmarkt den Höhepunkt von 45,6 Milliarden US-Dollar. Nach dem Zinsanstieg und der Tech-Korrektur sank sie 2022 auf 6,7 Milliarden. Im September 2025 wagte Klarna den Börsengang an der New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Ticker KLAR. Der IPO-Preis lag bei 40 US-Dollar pro Aktie, was einer Valuation von rund 17 Milliarden US-Dollar entsprach. Der Kurs sprang zunächst auf über 50 US-Dollar, fiel danach jedoch stark – aktuell (Stand 25. Februar 2026) notiert die Aktie bei etwa 14,90 bis 15,33 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt damit bei rund 5 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von über 70 Prozent seit dem IPO-Hoch.

Viele Investoren, darunter Wikifolios und Fonds, nutzten die Korrektur bereits bei Kursen um 13–14 US-Dollar zum Nachkaufen. Das erklärt, warum manche Positionen bereits im Plus liegen, obwohl der Kurs seit dem Börsendebüt stark gefallen ist. Wichtig: Dies ist keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung.

Geschäftsmodell – von Rechnungskauf zur vollwertigen Bank

Kernprodukt bleibt der klassische Rechnungskauf oder die zinsfreie Ratenzahlung (bis 30 Tage). Daneben gibt es:

  • Klarna Card (4,2 Millionen aktive Nutzer, stark wachsend, auch für stationären Handel)
  • Fair Financing (verzinsliche Konsumkredite – in den USA besonders stark, Wachstum bis 193 % im Dezember 2025)
  • Savings & Deposits sowie eine App, die PayPal-ähnlich funktioniert, aber noch stark shopping-orientiert ist.

Klarna wandelt sich gezielt vom Payment-Player zur „globalen Digitalbank“. Besonders erfolgreich sind die „Banking Consumers“ – Kunden, die mehr als nur Zahlungen nutzen: 15,8 Millionen (+101 % gegenüber Vorjahr), die mit 107 US-Dollar Umsatz pro Nutzer dreimal so viel einbringen wie Durchschnittskunden.

Aktuelle Zahlen – starkes Wachstum, aber temporäre Belastungen

Die Q4-2025-Zahlen (veröffentlicht am 19. Februar 2026) waren beeindruckend:

  • Umsatz: 1,082 Milliarden US-Dollar (+38 % YoY) – erstes Milliarden-Quartal überhaupt, über Guidance.
  • GMV (Gross Merchandise Volume): 38,7 Milliarden US-Dollar (+32 % YoY, USA +43 %).
  • Aktive Kunden: 118 Millionen (+28 %).
  • Händler: 966.000 (+42 %).

Das US-Geschäft wächst mit +58 % Umsatz besonders dynamisch (29 Millionen US-Kunden). Für das Gesamtjahr 2025 lag der Umsatz bei etwa 3,5 Milliarden US-Dollar.

Trotzdem meldete Klarna im Q4 einen Nettoverlust von rund 26 Millionen US-Dollar. Grund: Schnelles Wachstum bei Fair Financing führt zu hohen upfront-Provisions für erwartete Kreditausfälle – die Erträge kommen erst später. Genau das hatte CEO Sebastian Siemiatkowski in früheren Aussagen angedeutet: 2026 wird noch ein Verlustjahr, 2027 soll der Gewinn dann deutlich anziehen.

Die Guidance für 2026 sieht ambitioniert aus: GMV über 155 Milliarden US-Dollar, Umsatz-Wachstum im hohen 20er-Bereich, angepasste operative Marge über 6,9 %. Die AI-Offensive trägt Früchte: Seit 2022 sank die Mitarbeiterzahl um 49 %, gleichzeitig stieg der Umsatz pro Mitarbeiter auf 1,24 Millionen US-Dollar (+3,6-fach). Der Kundenservice wurde stark automatisiert – Siemiatkowski hatte das zunächst als „alles KI“ vermarktet, musste aber nach anfänglichen Qualitätsproblemen zu einem Hybrid-Modell (KI + Menschen) zurückrudern.

Bewertung – günstig für Marke, Kunden und Wachstum

Bei einem Kurs von ca. 15 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von ~5 Milliarden US-Dollar wirkt Klarna attraktiv:

  • Starke Bilanz mit Netto-Cash-Position (nach Abzug von Einlagen).
  • Enterprise Value liegt bei nur rund 2–3 Milliarden US-Dollar – für eine Marke mit 118 Millionen Kunden und führender Position im BNPL-Markt sehr niedrig.
  • Auf Basis der 2027er-Gewinnschätzungen (Analysten erwarten deutlich positive Zahlen) ergibt sich ein KGV im niedrigen 20er-Bereich.
  • Analysten-Konsens (18 Häuser): Kursziel im Schnitt 40 US-Dollar (Hoch 55, Tief 20) – Potenzial von über 160 %.

Viele sehen die aktuelle Schwäche als Überreaktion auf temporäre Provisionsbelastungen und Rezessions-/KI-Angst im Markt. Klarna profitiert eher von Inflation und Konsum (mehr Finanzierungen) und nutzt AI massiv zur Effizienzsteigerung.

Chancen und Risiken

Chancen

  • Weiterer Ausbau des Banking-Geschäfts (Karte, Kredite, Sparen) bei bestehender Kundenbasis.
  • AI als dauerhafter Kostenvorteil.
  • US-Marktanteilsgewinne gegen Affirm & Co.
  • Mögliche Übernahmefantasie oder Sektor-Rally im Fintech-Bereich.

Risiken

  • Kreditausfälle bei wirtschaftlicher Abschwächung.
  • Regulatorische Hürden bei Konsumkrediten (bereits Kritik an Schuldenfallen).
  • Konkurrenz von PayPal, Apple Pay, Revolut etc.
  • Kurzfristige Volatilität durch Provisions-Effekte und laufende Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit IPO-Disclosures.

Fazit – attraktive Einstiegschance für Langfristanleger?

Klarna hat bewiesen, dass es in einem schwierigen Marktumfeld organisch wachsen und gleichzeitig effizienter werden kann. Die Bewertung ist nach dem post-IPO-Abschlag historisch günstig – vor allem, wenn man die Markenstärke, die riesige Kundenbasis und das klare Wachstum in Richtung Digitalbank berücksichtigt. Wer an das langfristige Potenzial glaubt und die kurzfristigen Gewinnschwankungen aushalten kann, findet hier ein interessantes Risiko-Rendite-Profil mit Renditepotenzial im Bereich von 30–35 % oder mehr, plus Übernahmefantasie.

Trotzdem bleibt es ein volatiles Tech/Fintech-Papier. Die Aktie eignet sich nicht für konservative Anleger. Dies ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung – führen Sie eigene Recherchen durch oder konsultieren Sie einen Finanzberater. Die Zahlen basieren auf den offiziellen Q4-2025-Ergebnissen und Analystenschätzungen Stand Februar 2026.

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Filed Under: Aktien

About Philipp Haas

Mein Name ist Philipp Haas (Lebenslauf) und ich möchte es jedem ermöglichen sein Kapital besser anzulegen, um ein selbstbestimmteres Leben führen zu können.
Dazu habe ich neben diesem Blog und Youtube auch einen extrem günstigen Aktienfonds gegründet (Mehr Infos unter invest4.net) und auch das Buch Die Kunst des Investierens geschrieben.

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Risikohinweis
Alle Informationen können falsch sein (Keine Gewähr) und ich handle regelmäßig in den hier besprochenen Aktien, woraus sich Interessenkonflikte ergeben können!

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In meinem Buch steht (fast) alles drin… ;)

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