Das Unternehmen ist ein etablierter Online-Broker mit zwei starken Standbeinen: einem stabilen Geschäft mit professionellen Tradern und einem stark wachsenden Neobroker-Bereich namens Direkta Libera, der vor allem auf günstige ETF-Sparpläne setzt.
Was mich besonders überzeugt: Die Aktie bringt hohes Wachstum, eine günstige Bewertung und einen schönen Chart mit. Sie profitiert aktuell vom gestiegenen Handelsvolumen in Europa und hat einen klaren Wettbewerbsvorteil in Italien – sie erledigt die komplizierte Steuerabrechnung automatisch für ihre Kunden, was Trade Republic dort nicht kann.
Italien hinkt bei der privaten Geldanlage noch deutlich hinterher. Viele Italiener zahlen hohe Gebühren über klassische Berater. Genau hier sehe ich einen großen strukturellen Trend: Die jüngere Generation übernimmt ihre Geldanlage selbst – mit günstigen ETFs und Aktien. Direkta SIM ist dafür gut positioniert.
Die Zahlen sehen solide aus: Im letzten Jahr hat das Unternehmen bei einer Marktkapitalisierung von rund 100 Millionen Euro etwa 12 Millionen Euro Gewinn gemacht. Für 2026 schätze ich den Gewinn pro Aktie auf ca. 80 Cent – das bedeutet weiterhin ein einstelligen KGV.
Ich halte ein Renditepotenzial von rund 50 % für realistisch, bei weiterem Erfolg des Neobroker-Geschäfts sogar deutlich mehr. Das Geschäftsmodell ist skalierbar, der Product-Market-Fit scheint zu passen und neue Wettbewerber haben es in diesem Bereich extrem schwer.
Natürlich ist die Aktie klein, der Free Float niedrig und sie bleibt volatil. Aber genau deshalb finde ich sie als spekulative Beimischung interessant.
Wie immer: Das ist keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung – nur meine persönliche Einschätzung.
Habt ihr schon von Direkta SIM gehört? Besonders die Meinung von Italienern würde mich interessieren. Schreibt gerne in die Kommentare!