Ein Schuldner ist eine natürliche oder juristische Person, die zur Erbringung einer Leistung an einen anderen, den Gläubiger verpflichtet ist. Bei einem Kredit besteht die Gegenleistung meist in Form von Zinszahlungen und der Tilgung.
Schuldendienst
Der Schuldendienst ist die für eine Schuld zu leistenden Zinsen und Tilgungen. Wenn ein Schuldner denn Schuldendienst nicht mehr bedienen kann, muss er Insolvenz beantragen.
Schuldbuchforderung
Die Schuldbuchforderung ist eine Eintragung in das Schuldbuch des Staates beurkundetet Forderung gegen den Staat, für die keine Schuldverschreibung in Form effektiver Stücke ausgestellt werden.
Schulter Kopf Schulter Formation
Die Schulter Kopf Schulter Formation ist eine Bezeichnung aus der Technischen Analyse. Hierbei bildet der Kursverlauf des Wertpapiers drei Spitzen, wovon die mittlere am höchsten ist und die anderen beiden ungefähr auf gleichen Niveau sind. Die Schulter Kopf Schulter Formation ist ein Trendwechselsignal, da der Trend beim dritten Top nicht stark genug war, das vorherige Top zu übertreffen, was ein Verkaufssignal ist. Eine umgekehrte Schulter Kopf Schulter Formation ist dagegen ein Anzeichen für steigende Kurse.
Schiedsvertrag
Ein Schiedsvertrag ist ein Vertrag, nach dem die Entscheidung in Streitigkeiten aus Börsengeschäften statt durch ordentliche Gerichte durch ein Schiedsgericht erfolgen soll.
Scheingewinn
Ein Scheingewinn entsteht, wenn ein Unternehmen infolge inflationär bedingter Preissteigerungen, die noch zu vergleichsweise niedrigen Preisen beschafften Güter zum gestiegenen Preis verkauft. Verschärft wird die Problematik dadurch, dass die Scheingewinne besteuert werden müssen, anstatt Rücklagen für die Kostensteigerungen bilden zu können.
Schatten Rating
Das Schatten Rating ist eine inoffizielle Bonitätseinschätzung von Experten, die sich mit dem Unternehmen beschäftigen. Viele Firmen in Deutschland haben nämlich kein offizielles Rating einer Ratingagentur und erhalten so ein zugebilligtes Schatten Rating, was von Investoren für ihre Investitionsentscheidung genutzt werden kann.
Schalterstücke
Die Schalterstücke sind Emissionen von Daueremittenten, die am Bankschalter zum Verkauf bereit liegen. Vom Treuhänder wurden sie bereites mit der Deckungsbescheinigung versehen und befinden sich damit im Umlauf.
Schachtelprivileg
Das Schachtelprivileg dient der Vermeidung der Mehrfachbesteuerung von Gewinnen ausländischer Tochtergesellschaften und ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen Beteiligungserträge aus Kapitalgesellschaften für Zwecke der Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer zu kürzen. Dies hängt aber von dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen ab.
Schachtelbeteiligung
Eine Schachtelbeteiligung ist eine Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an einer anderen mit mindestens 25%. Die Schachtelbeteiligung ist die Voraussetzung für das Schachtelprivileg.
Scalping
Das Scalping ist eine illegale Form der Marktmanipulation indem Empfehlungen ausgegeben werden, um im Gegenzug Eigenpositionen in entgegengesetzter Position zu verkaufen. Eine Investmentbank gibt beispielsweise eine Verkaufsempfehlung heraus und verkauft in die daraufhin steigenden Kurse eigene Bestände der Aktie.
Scalper
Ein Scalper ist ein Spekulant, der kleine Kursbewegungen nutzt um Gewinne zu erzielen und offene Positionen innerhalb kürzester Zeit glatt stellt. Er möchte dabei vom bid ask spread profitieren.
Samurai Bonds
Samurai Bonds sind Anleihen, die von internationalen Organisationen und anderen ausländischen Emittenten in Japan aufgelegt werden.
Sammeldepot
Ein Sammeldepot dient der Verwahrung von Wertpapieren bei Kassenvereinen.
Sammelanleihe
Eine Sammelanleihe ist eine gemeinsame Anleihe mehrerer Schuldner, die durch eine zentrale Einrichtung, wie einem Zweckverband begeben wird.
Sachwerthausse
Die Sachwerthausse ist eine Hausse in Sachwerte, die bei einer steigenden Inflationserwartung eintritt. Das Ziel ist dabei nicht primär die Rendite, sondern der Werterhalt bei einer allgemeinen Entwertung von Barvermögen. Investoren fliehen dann oft in Gold und Immobilien.
Sachwerte
Sachwerte sind Kapitalanlagen, die weniger durch Inflation gefährdet sind als Nominalwerte, wie Bargeld oder Anleihen. Sachwerte sind dabei Aktien, Immobilien und auch Edelmetalle oder Investmentfonds, die in diese Wertpapiere investieren.
Sachgründung
Eine Sachgründung ist die Gründung eines Unternehmens, bei dem das Eigenkapital mittels einer Sacheinlage erbracht wird. Um Manipulationen vorzubeugen, ist bei einer Sachgründung eine besondere Gründungsprüfung erforderlich.
Sacheinlagen
Sacheinlagen ist das Einbringung einer Einlage in ein Unternehmen in Form von Vermögensgegenständen, anstatt von Bargeld. Bei der Gründung einer GmbH, kann man einen Teil des Stammkapitals auch per Sacheinlage erbringen. Dies kann auch vollständig mittels einer Sachgründung erfolgen, jedoch muss man dies genau prüfen.
Sachdepot
Ein Sachdepot ist ein nach Wertpapierarten von einer Bank für ihre Kunden geführtes Depotbuch. Das Sachdepot bildet den Gegenpol zum Personendepot.
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